Aktuelle Meldungen

12.10.2010

Thailand: Große Mengen gefälschter Arzneimittel sichergestellt

Thailändische Sicherheitsbehörden beschlagnahmten kürzlich große Mengen gefälschter und illegal importierter Arzneimittel im Wert von weit über 3 Millionen US Dollar allein bei einem Großhändler. Gesundheitsminister Jurin Laksanavisit sieht die jüngste Sicherstellung großer Mengen gefälschter Arzneimittel auch als ein Erfolg seiner Behörde, Verbraucher vor Medikamenten mit ausgeprägten technischen Mängeln zu schützen. Ähnliche Maßnahmen im benachbarten Kambodscha führten im August dieses Jahres zur Sicherstellung und Vernichtung von fast 20 Tonnen gefälschter Arzneimittel. Beide Aktionen gehen auch auf Ergebnisse langjähriger Studien zur Qualität von Arzneimitteln in den Mekong-Anrainerstaaten zurück, die Behörden wie Politiker die Gefahren gefälschter Malariamittel plastisch vor Augen führen konnten.


14.09.2010

GPHF Frankfurt: Handbuchergänzung 2010 nun in Französisch und Spanisch verfügbar

Seit gut zehn Jahren stellt der GPHF mit seinen Minilabs einfache Tests zum Nachweis von Arzneimittelfälschungen mittels der Dünnschichtchromatographie preiswert zur Verfügung. Versorgungseinrichtungen der Gesundheitsdienste und Arzneimittelbehörden in über 70 Ländern haben dieses Konzept bereits aufgegriffen. Mehr als 350 Minilabs befinden sich in Afrika, Asien und Lateinamerika im Einsatz. Anfänglich nur in Englisch veröffentlicht, stehen die neuen Methoden nun auch in Französisch und Spanisch zur Verfügung. Für insgesamt 52 Arzneimittelwirkstoffe, zumeist Antiinfektiva, kann nun der Gehalt in Fertigarzneimitteln schnell und unkompliziert überall auf der Welt überprüft werden.


02.09.2010

Afrika: Vatikan stellt Arzneimittelfälscher an den Pranger

„Rund 700.000 Menschen sterben jedes Jahr durch gefälschte Medikamente gegen Malaria und Tuberkulose“ berichtet der Nachrichtendienst des Vatikans. „Ein Großteil der Opfer sind Afrikaner“. Durch eine zu geringe Dosierung der Wirkstoffe wird nur ein Teil der Krankheitserreger bekämpft, mit dem Ergebnis, dass die überlebenden Erreger gegen den Wirkstoff resistent werden. „Die Entstehung von Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, betrifft jedoch nicht nur Menschen in Afrika, weshalb die Bekämpfung des Handels mit gefälschten Arzneimitteln im Interesse der gesamten Menschheit liegt.“ Diözesan-Apotheken des National Catholic Health and Pharmaceutical Services in Ghana waren eine der ersten Beschaffungsstellen für Arzneimittel, die Minilabs zum Schutz gegen gefälschte Medikamente eingesetzt haben. Die Einrichtung entsprechender Arzneimittelprüfungen beim Gesundheitsdienst der Cameroon Baptist Church steht kurz bevor und für eine größere Studie zum Fälschungsaufkommen in Westafrika sollen im nächsten Jahr Minilabs die Basistechnologie liefern.


30.08.2010

Ostafrika: Polizei stellt 10 Tonnen gefälschter Arzneimittel sicher

Mit Unterstützung von Interpol und IMPACT, der Sonderarbeitsgruppe der Weltgesundheits-organisation (WHO) zu Arzneimittelfälschungen, stellten im Juli und August diesen Jahres Polizei, Zoll und Arzneimittelbehörden von Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania, Sansibar und Uganda insgesamt 10 Tonnen gefälschter Medikamente sicher. Dieser Zugriff ist eine Verlängerung von Operation Mamba I und Mamba II vom Sommer 2008 und 2009 in diversen Ländern dergleichen Region.


25.08.2010

Tansania: Wegen häufiger Fälschungen gänzliches Vertriebsverbot für Metakelfin Malariapillen

Fälschungen zum Malariamittel Metakelfin sind seit längerem bekannt und treten in Ostafrika in regelmäßigen Abständen auf. Zum Fall im Vorjahr liegt ein umfangreicher Filmbericht vor. Im jüngsten Fall griffen die Gesundheitsbehörden nun zu einer drastischen Maßnahme: zur Abwehr von Gesundheitsgefahren und Schutz der Bevölkerung vor unwirksamen Malariatabletten wurde der Import, der Vertrieb, die Abgabe und Verabreichung des Malariamittels Metakelfin vorübergehend vollständig ausgesetzt. Die Bekanntgabe der Entscheidung befindet sich auf der Homepage der tansanischen Zulassungsbehörde hier.


20.08.2010

Kambodscha: Tonnen gefälschter Arzneimittel sichergestellt

Vertreter der kambodschanischen Eingriffsbehörden vernichteten 19 Tonnen gefälschter Arzneimittel, die in Apotheken der Hauptstadt Phnom Penh und von Schmugglerringen seit März diesen Jahres beschlagnahmt wurden. Dieser Erfolg ist ein Ausdruck der Anstrengungen, die das Land seit einigen Jahren unternimmt, um die Ausbreitung gefälschter Medikamente durch mehr Investitionen in die Arzneimittelzulassung und den Ausbau von Prüfkapazitäten regionaler Untersuchungsämter mit Minilabs und Hightech auf zentraler Ebene zu unterbinden.


05.07.2010

Westafrika: Minilabs hoch im Kurs beim Einsatz gegen Arzneimittelfälschungen

Gefälschte Arzneimittel sind in Westafrika weit verbreitet und machen dort je nach Land bereits 15 bis 50% des Pharmahandels aus. Mit den Fälschungen steigt auch die Anzahl teils tödlich verlaufender Therapieversager und Resistenzen alarmierend an. Bei der Abwehr von Gesundheitsgefahren stellt das Phänomen gefälschter Arzneimittel an den Verbraucherschutz gänzlich neue Herausforderungen, die letzte Woche in Dakar, der Hauptstadt Senegals, zwischen Gesundheits- und Ordnungsbehörden der fünfzehn Mitgliedsstaaten der westafrikanischen Wirtschaftsunion (ECOWAS), mehreren Hilfsorganisationen (WAHO, IMPACT, USP/PQM etc.), Interpol, und Industrie diskutiert wurden. Die Pläne sehen spezifische Lösungsansätze für die Region vor, wobei die für ländliche Gegenden in sich geschlossene Technologie des Minilabs mit ihren weitreichenden Testmethoden zur Aufdeckung gefälschter Medikamente hoch im Kurs steht. Insbesondere Fälschungen mit Qualitätsmängeln können damit schnell zu geringen Kosten erfasst und die Ergebnisse der Sichtung inkl. Probenmaterial an die Behörden der Länder, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Interpol zur gerichtsverwertbaren Analyse und Gefahrenabwehr weitergeleitet werden. Die Blaupause für das Vorgehen entstand im Rahmen von Arzneimittelüberwachungsprogrammen in den Mekong-Anrainerstaaten, die zur Beschlagnahmung großer Mengen gefälschter Arzneimittel unter dem Decknamen „Operation Storm“ führten.


23.06.2010

Internet: Gefälschtes Virenmittel enthält Antibiotikum

Die Einheit zur Verbrechensbekämpfung bei der US amerikanischen Arzneimittelbehörde trat kürzlich als Pseudokunde im Internet auf und erhielt prompt gefälschtes Tamiflu. Gegenüber dem Original erhielt die Fälschung allerdings nicht das gewünschte Virenmittel Oseltamivir sondern das Antibiotikum Cloxacillin welches zu lebensgefährlichen Reaktionen bei Patienten führen kann, die gegenüber Penicillin allergisch sind. Dieser Fall ist nur einer von vielen bei dem gefälschtes Tamiflu in die legale Arzneimittelvertriebskette eingeschleust werden konnte und das Minilab hält daher bereits seit Jahren Schnelltests zur Aufdeckung entsprechender Präparate vorrätig. Im Rahmen des Ausbruchs der Schweinegrippe vor einem Jahr hatte die europäische Arzneimittelagentur ebenfalls vor gefälschten Virenmittel gewarnt.


26.05.2010

Weltgesundheitsorganisation engagiert in der Bekämpfung gefälschter Arzneimittel

Im Rahmen des jährlichen Rechenschaftsberichts legte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) letzte Woche in Genf der Weltgesundheitsversammlung (WHA) auch einen Bericht des Engagements zu gefälschten Arzneimitteln vor. Hierin wird für die letzten 25 Jahre präzise dargestellt, wie die WHO sich der Problematik annahm und Lösungsvorschläge gerade für die am stärksten betroffenen Länder mit zumeist schwachen oder gänzlich fehlenden Aufsichtsbehörden erarbeitet hat. Maßnahmen zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen sind auch in der WHO Medicines Strategy 2008-2013 beschrieben und beide Dokumente unterstreichen den Willen der WHO, sich auch weiterhin dieser Herausforderung für die Gesundheitsdienste und den Verbraucherschutz zu stellen.


06.05.2010

Kambodscha: Flut gefälschter Arzneimittel eingedämmt

Durch die Zusammenarbeit mit USP/PQM und dem Ausbau von Testkapazitäten für Arzneimittel durch die Einrichtung von zwölf Minilab-Analysecamps in den Jahren 2003 bis 2005, konnten Kambodschas Gesundheitsbehörden erstmals die dramatische Ausbreitung gefälschter und technisch minderwertiger Malariamittel ermitteln. Jüngste Beobachtungen weisen auch auf das Problem gefälschter Arzneimittel zur Behandlung der Helminthiasis  hin. Die gleichzeitige Sammlung von Beweismittel zum Umgang mit gefährlichen Plagiaten versetzten die Behörden nun in die Lage, die Schließung von zwei Dritteln aller illegalen Apotheken anzuordnen. Durch die Zusammenstellung weiterer Beweismittel soll der Handel mit den zumeist tödlichen Imitaten bald gänzlich unterbunden werden können. Hauptsächlich die Möglichkeit Fälschungen nach Art und Menge nachweisen zu können, aber auch der offene Umgang mit Informationen und die Aufklärung der Bevölkerung waren die Wegbereiter dieses Erfolgs.


14.04.2010

Russland: Minilab-Schulungsmaßnahme für TB-Kliniken

TB-Kliniken in Moskau, Wladimir und Orel wurden jüngst mit GPHF-Minilabs ausgerüstet. Dies erlaubt den behandelnden Ärzten die Qualität der eingesetzten Antituberkulotika schnell vor Ort in ihrer Klinik selbst auf Fälschungen zu prüfen und rechtzeitig noch vor ihrer Anwendung zu entfernen. Mitarbeiter aus den Klinikapotheken und von Arzneimittelbehörden wurden letzte Woche an der zentralen Tuberkuloseklinik in Moskau, welche zugleich WHO-Collaborating Centre ist, entsprechend am Minilab geschult. Die Pilotstudie zur Sicherung der Qualität von Antituberkulotika wird vom Promoting the Quality of Medicines (PQM) Programm , einer Arzneimittelqualitätsinitiative der US amerikanischen Entwicklungshilfe (USAID) zusammen mit der US Fachorganisation für Arzneimittelstandards (USP) durchgeführt. Auch GPHF-Projektleiter Dr. Richard Jähnke war vor Ort und unterstütze die Schulungsmaßnahme. Gestreckte Tuberkulosemittel fördern die Ausbildung multiresistenter Tuberkelbazillen und sollten möglichst noch vor Behandlungsbeginn erkannt und aussortiert werden.


06.04.2010

Mekong/Südostasien: Konferenz zur Sicherung der Arzneimittelqualität

Gesundheitsbehörden von Ländern aus der Region und Experten internationaler Organisationen trafen sich letzte Woche in der Hauptstadt der Volksrepublik Laos, um sich über die Erfolge der Mekong-Anrainerstaaten bei der Bekämpfung gefälschter Arzneimittel in den letzten fünf Jahren zu informieren. Kernfragen und Lösungen zur Sicherstellung und Überwachung der Versorgung der Bevölkerung mit qualitätsgesicherter Medizin auch in den nächsten Jahren in Südostasien wurden diskutiert, wobei das GPHF-Minilab abermals die Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Ausgerichtet wurde die Konferenz vom Promoting the Quality of Medicines Programm (USP/PQM) gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden der Volksrepublik Laos. Die anderen fünfzig Teilnehmer vertraten Arzneimittelbehörden aus Thailand, Kambodscha, Vietnam und den Philippinen sowie globale Geberorganisationen wie z.B. GFATM, USAID, BMGF , WHO und JICA.


19.03.2010

GPHF Frankfurt: Minilab Testmethoden aufgestockt

Mit der weltweit grassierenden Zunahme von Arzneimittelfälschungen, insbesondere in den Entwick­lungsländern, greifen die Fälscher auf immer neue Wirkstoffe zurück, was zur Sicherstellung der Versorgung mit Arzneimitteln hoher Güte und der Abwehr steigender Gesundheitsgefahren durch Fälschungen eine fortlaufende Überwachung der Arzneimittelmärkte mit immer neuen Labortests erfordert. Dies war Anlass für die Entwicklung und preiswerte Bereitstellung neuer Minilab-Schnell­tests. Mit dem neuen Repertoire an Testmethoden können zukünftig noch mehr Antibiotika, Tuber­kulostatika und Malariamittel, insgesamt nun 52 Einzelwirkstoffe und deren Mehrfachkombinationen, auf Echtheit geprüft werden. Das Angebot von Minilab-Referenzstandards wurde entsprechend ausgedehnt, die Grundausstattung an Laborgeräten und Chemikalien bleibt jedoch unverändert.


03.03.2010

Kenia: Neuinszenierter GPHF-Dokumentarfilm über gefälschte Arzneimittel

Aus den Anfängen der Projektarbeit zum GPHF-Minilab wurde kürzlich der fast vergessene Dokumentarfilm „Harm or Heal“ über die Gesundheitsgefahren von Arzneimittelfälschungen wiedergefunden. Ohne viel an Aktualität eingebüßt zu haben, wurde das Filmmaterial jüngst für künftige Auftritte im Rahmen der Gesundheitsaufklärung digital aufbereitet und neuinszeniert.


25.02.2010

Tansania/Uganda: Dokumentarfilm über gefälschte Malariamedizin

Der Handel mit gefälschten Arzneimitteln gilt als einträgliches Geschäft mit jährlichen Milliardenumsätzen. Obwohl im Zentrum zumeist gefälschte Lifestyle Medikamente stehen, häufen sich mehr und mehr die Fälle, in denen selbst lebensrettende Medizin gefälscht wird. Der Dokumentarfilm „Kill or Cure“ folgt den weltweiten Spuren der Medikamentenfälscher und legt die Gesundheitsgefahren offen.


09.02.2010

Subsahara Afrika: ein Drittel aller Malariamittel mit Qualitätsmängeln

Erste Ergebnisse der QAMSA-Studie zur Bewertung der Qualität von Malariamitteln im südlichen Afrika von drei aus zehn Ländern zeigen, dass ein hoher Prozentsatz der wichtigsten Malariamittel in Uganda, Madagaskar und im Senegal von minderer Qualität sind und der Ausbreitung von Malariaresistenzen Vorschub leisten. Die Ergebnisse wurden gestern im Rahmen des Promoting the Quality of Medicines (PQM) Programms vom US amerikanischem Arzneibuchbüro (USP) vorgestellt. Die gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellte Studie setzte im ersten Schritt 25 GPHF-Minilabs zur Durchführung von Schnellanalysen vor Ort ein, deren Ergebnisse später in den Laboratorien von USP Rockville (USA) anhand 40% des Probenmaterials verifiziert und bestätigt wurden.


02.02.2010

Südostasien: Millionen gefälschter Arzneimittel beschlagnahmt

Zwanzig Millionen gefälschter und nicht zugelassener Arzneimittelpackungen wurden Anfang dieses Jahres in Südostasien beschlagnahmt, hundert Apotheken und andere Verkaufsstellen geschlossen sowie dreißig verdächtige Personen ergriffen und festgenommen. Die unter dem Decknamen Operation Storm abgestimmte Aktion wurde von Interpol, WHO/IMPACT und den Behörden der Länder Kambodscha, China, Indonesien, Laos, Myanmar, Singapur, Thailand und Vietnam durchgeführt. Die Beschlagnahmung umfasste u. a. Antibiotika, Malariamittel, Kontrazeptiva, und Tetanusimpfstoff.


29.01.2010

Papua Neuguinea: Minilab enlarvt gefälschte Antibiotika

Die Hälfte aller Fertigarzneimittel mit Amoxicillin als wirksamen Bestandteil die von Prof. Dr. Lauwo aus Papua Neuguinea zur Goethe Universität in Frankfurt gebracht und auf Herz und Nieren geprüft wurden, stellten sich als gefälscht heraus. Ein Arzneimittel verheimlichte seine wahre Herkunft und versteckte sich hinter eine Firmenbezeichnung, die seit Jahren erloschen ist, ein anderes nutzte als Packungsaufmachung den Namen eines anerkannten indischen Herstellers, welcher die Tabletten weder produzierte noch kannte. Viele Proben enthielten die falsche Menge an Wirkstoff, ein besonders schwerer Fehler bei der Behandlung von Infektionen und Ausbildung von Resistenzen. Die hohe Fälschungsrate in Papua Neuguinea überrascht nicht, da es hier gegenwärtig weder Behörden zur Überwachung des Verkehrs mit Arzneimitteln noch Prüflabors gibt.


19.01.2010

Interpol: Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen erste Priorität

Mit der modernen Computer- und Herstellungstechnik können heute selbst anspruchsvolle Produkte wie Haushaltsgeräte, Software und Arzneimittel ohne viel Mühe und Aufwand kopiert werden. Nach Aussage von Roberto Manriquez, Kriminalbeamter bei Interpols Produkt- und Markenschutzeinheit, steht bei der weltgrößten Polizeiorganisation die Bekämpfung von gefälschten Arzneimitteln auf Platz Eins der Prioritätenliste.


16.12.2009

Deutschland: Handbücher des GPHF-Minilabs als Lehrmaterial

Das Magazin „Praxis der Naturwissenschaften“ für Lehrer zeigt in seiner Dezemberausgabe zum Thema “Wie man gefälschten Arzneimitteln auf die Spur kommt“ seinen Lesern Möglichkeiten auf, wie der Chemieunterricht praxisnah, spannend und multilingual gestaltet werden kann. Obwohl das GPHF-Minilab selbst für Schulen zu teuer ist, erlauben seine englischen Handbücher mit den verständlichen Anleitungen und den vielen Abbildungen Lehrern wie Schülern sich schnell in die Rolle von Sherlock Holmes und Scotland Yard zu versetzen. Darüber hinaus eignet sich das Thema „Arzneimittelfälschungen“ sehr gut, Schüler darüber aufzuklären, welche Gesundheitsgefahren hinter einem unkritischen Kauf von Arzneimitteln durch illegale Internet-Apotheken lauern können.


09.12.2009

Papua Neuguinea: Qualitätsbeurteilung von Malariamitteln

Nach der Sammlung von Arzneimitteln zur Behandlung von Malaria in Papua Neuguinea (PNG) und der Durchführung erster Schnelltests mit dem GPHF-Minilab werden zur Unterstützung der erhaltenen Daten derzeit weitere Tests am pharmazeutischen Institut der Universität Frankfurt durchgeführt. Herr Apotheker Dr. Jackson Lauwo von der medizinischen Fakultät der Universität Papua Neuguineas begleitet die Studie wissenschaftlich. Er traf gerade in Frankfurt ein und kann hier fortgeschrittene Analysetechniken erlernen und anwenden. Die Untersuchung soll helfen, die Gesundheitsbehörden in Papua Neuguinea davon zu überzeugen, in den Aufbau eigener Testkapazitäten und der Einrichtung eigener Prüflabors zu investieren. Das lokale WHO Länderbüro und der GPHF unterstützen die erste Studie ihrer Art zur Qualitätsbeurteilung von Arzneimitteln in Papua Neuguinea auch finanziell. Die Endergebnisse der Studie werden Mitte 2010 erwartet.


02.12.2009

London: Wellcome Trust Konferenzbericht zu Arzneimittelfälschungen

Der Wellcome Trust, die größte britische Privatstiftung der internationalen Gesundheitshilfe, hat seinen Bericht zu einer jüngst in London abgehaltenen Lagebesprechung zur globalen Ausbreitung und Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen veröffentlicht. Der Bericht mahnt den sofortigen Ausbau von Testkapazitäten für Arzneimittel in den Entwicklungsländern an. Gerade hier besteht ein vermehrter Bedarf für einfache, preiswerte und zuverlässige Testmethoden.


24.11.2009

Haiti: GPHF-Minilab schützt Kinderkrankenhaus gegen Arzneimittelfälschungen

Betroffen von diversen Arzneimittelfälschungen im letzten Jahr, schützt ein vom Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF) gespendetes Minilab seit einigen Monaten das Kinderkrankenhaus Saint Damien in Port-au-Prince auf Haiti vor weiteren Attacken. Die Arbeit des Chefapothekers Cajuste Romel zur Überprüfung der Arzneimittelqualität mit chemischen Schnelltests wird seit kurzem von einem Team von Fachkräften des Senior Experten Service, Bonn, sowie Apotheker Ohne Grenzen Deutschland e.V., München, unterstützt. Das Krankenhaus, in dem rund 20.000 Menschen pro Jahr kostenlos behandelt werden, wird vom Kinderhilfswerk „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in Karlsruhe unterhalten.


17.11.2009

Karibik: OECS spendet ein GPHF-Minilab für britische Jungferninseln

Zur Stärkung der Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen zwischen den Mitgliedsländern der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS) spendet die zwischenstaatliche zentrale Einkaufsagentur für Arzneimittel ein GPHF-Minilab für die britischen Jungferninseln. Francis Burnett, Geschäftsführer des Pharmaceutical Procurement Services (PPS), überreichte kürzlich einen entsprechenden Scheck über 5.000 US Dollar an Frau Carolyn Stoutt-Igwe, stellvertretende Staatssekretärin im Gesundheitsministerium der britischen Jungferninseln. Die zentrale Einkaufsagentur der OECS ist eine der ersten Minilab-Anwender überhaupt und betreibt auf St. Lucia seit 1999 selbst erfolgreich ein Minilab der ersten Stunde.


09.11.2009

USAID: Multimillionen-Dollar-Programm gegen Arzneimittelfälschungen

Die US-amerikanische Entwicklungshilfebehörde (USAID) investiert 35 Millionen Dollar in eine Qualitätsinitiative, die sich gegen Arzneimittelfälschungen wendet und sich für die Belieferung von Gesundheitsprogrammen mit pharmazeutisch einwandfreien Arzneimitteln einsetzt. Die weltweite Umsetzung des Promoting the Quality of Medicines (PQM) Programms erfolgt durch das US amerikanische Arzneibuchbüro (USP). Gut 100 GPHF-Minilab-Stationen versorgen USP aus dem früheren Drug Quality and Information (DQI) Programm bereits seit vielen Jahren mit Informationen zum Qualitätsstatus von Arzneimitteln aus Südostasien und Afrika.


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