Aktuelle Meldungen

28.01.2021

Echte COVID-19-Impfstoffe werden nicht von Amazon oder Alibaba kommen

von Dr. Richard Jähnke, Projektleiter GPHF-Minilab®, Global Pharma Health Fund e. V. (GPHF)

Die COVID-19-Pandemie hat überall tiefgreifende soziale, wirtschaftliche und geopolitische Auswirkungen. Vielfach schwache regulatorische Vorgaben, eine fehlende Überwachung nach dem Inverkehrbringen von Arzneimitteln und eine mangelhafte Durchsetzung von Arzneimittelvorschriften sind seit vielen Jahren Herausforderungen im Kampf gegen die organisierte Kriminalität im Arzneimittelbereich. Angesichts der derzeit begrenzten COVID-19-Impfstoffproduktion warten Milliarden von Menschen darauf, dass sie an der Reihe sind, einen COVID-19-Impfstoff zu erhalten, der jedoch noch Monate entfernt sein könnte.

Betrüger ködern ihre Opfer online, in E-Mails und auf Messaging-Apps mit der Behauptung, sie könnten den Impfstoff innerhalb weniger Tage für nur 150 US-Dollar liefern. Der Schwarzmarkt in Mexiko zeigt, wie schnell sich kriminelle Gruppen auf die steigende Nachfrage nach Corona-Behandlungen eingestellt haben. Ein gestohlener Grippeimpfstoff ist das neueste Medikament, das auf Lateinamerikas aufkeimendem Arzneimittel-Schwarzmarkt auftaucht und zeigt, wie kriminelle Banden zunehmend Artikel anbieten, von denen sie glauben, dass sie gegen COVID-19 helfen. Mexiko sagt, dass organisierte kriminelle Netzwerke Labore eingerichtet haben, um gefälschte COVID-19-Impfstoffe herzustellen und auch planen, während der Verteilung Nachschub zu stehlen. Die mexikanische Regierung hat versprochen, die Impfungen im ganzen Land mit seinen fast 129 Millionen Einwohnern kostenlos zur Verfügung zu stellen, aber da Gesetzlosigkeit und Frachtdiebstahl ein massives Problem im Land darstellen, scheint dieses Ziel zu einer großen Herausforderung zu werden. Tatsächlich könnte Mexiko zu einem Epizentrum für kriminelle Aktivitäten rund um COVID-19-Impfstoffe werden.

Letzten Monat hat Interpol eine "Orange Notice" an alle Polizeikräfte in seinen 194 Mitgliedsländern herausgegeben und sie gewarnt, sich auf Fälschungen, Diebstahl und illegale Werbung für Impfstoffe gegen COVID-19 und Grippe in diesem Winter und den Folgejahren vorzubereiten. Kriminelle Banden machen während der Pandemie Milliarden mit gefälschten medizinischen Produkten und Interpol hat davor gewarnt, dass sich auch spezialisierte Banden darauf vorbereiten, von der Markteinführung der COVID-19-Impfstoffe zu profitieren. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, entsteht ein Umfeld, in dem sich auch das Angebot minderwertiger und gefälschter Arzneimittel und Medizinprodukte vermehrt. Die Arzneimittelbehörde Myanmars hat die Öffentlichkeit vor sogenannten COVID-19-Impfstoffen gewarnt, die im Lande verkauft werden. Die Regierung sagte, dass sie Schritte unternimmt, um den Schmuggel und Verkauf von gefälschten Impfstoffen und anderen Arzneimitteln zu unterbinden. Auf Facebook verkaufen Händler COVID-19 Tests für 20.000 Kyat (US$15) und darüber hinaus COVID-19-Behandlungen, von denen Händler behaupten, dass sie in China hergestellt würden. COVID-Impfstoffe werden jedoch nicht über WeChat oder Alibaba verkauft.

Die neuen Impfstoffe müssen temperaturkontrolliert tiefgefroren bis zu -60°C gelagert und können nicht einfach per Post an Kunden verschickt werden. Sie sind nicht einmal über eine Apotheke oder ein Krankenhaus erhältlich. In den meisten Ländern werden sie nur über lizenzierte Impfstellen direkt verabreicht. Im Januar dieses Jahres startete MEDISAFE eine Aufklärungskampagne, um die Öffentlichkeit in Kenia über die Risiken von gefälschten COVID-19-Produkten zu informieren. Andere Länder in der Region werden folgen. Gefälschte Arzneimittel sind zumeist sehr schwer zu erkennen und können mit dem echten Produkt identisch erscheinen. Sie versagen jedoch bei der Behandlung und können in einigen Fällen zu schweren Erkrankungen oder zum Tod führen. Das könnte Impfgegnern falsche Argumente liefern.

Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, entsteht ein Umfeld, in dem minderwertige und gefälschte medizinische Produkte vermehrt auftreten. Während Verbraucher alle Quarantäneregelungen nachkommen und sich im E-Commerce mit Produkten eindecken, die angeblich der Vorbeugung und Heilung von COVID-19 dienen, treten schnell transnationale Netzwerke des organisierten Verbrechens auf den Plan, um die wachsende Nachfrage nach Arzneimitteln und Schutzausrüstungen mit Fälschungen zu bedienen.


03.12.2020

Fight the Fakes-Aktionswoche

Vom 7. bis zum 13. Dezember 2020 werden die internationalen Partner der Fight the Fakes-Initiative, darunter auch der Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF), wieder weltweit und mit vielfältigen Aktivitäten auf die Gefahren durch gefälschte Medikamente aufmerksam machen. Die Aktionen, die sich vor allem der Social Media-Kanäle bedienen, stehen unter dem Motto „LET’S FIGHT THE FAKES – THROUGH THE PANDEMIC AND BEYOND.“

Einer der Partner der Initiative, das King’s College London, wird aus diesem Anlass eine Webinar-Serie anbieten, die sich jeweils mit einem spezifischen Thema der globalen Fälschungsproblematik befassen wird.

Die Fight the Fakes-Initiative wurde 2013 ins Leben gerufen und wird von zahlreichen internationalen Partnern unterstützt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit weltweit über die Gesundheitsgefahren aufzuklären, die durch gefälschte Arzneimittel entstehen. Weitere Informationen finden Sie hier.


23.11.2020

Neues GPHF-Manual jetzt auch in spanischer Version

Nach der englischen und der französischen Version liegt das neue Handbuch zum GPHF-Minilab® jetzt auch in spanischer Fassung vor. Auf über 400 Seiten werden alle 100 Testmethoden des mobilen Labors zur Identifikation gefälschter Arzneimittel ausführlich in Wort und Bild vorgestellt. Eine Demoversion des spanischen Manuals und Informationen zum Bezug finden Sie hier.


22.04.2020

GPHF-Minilab® entdeckt Chloroquin-Fälschungen

„Kriminelle missbrauchen Hoffnung auf Heilmittel für COVID-19“, unter dieser Überschrift hat das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) unlängst über die Entdeckung von Chloroquin-Fälschungen in Afrika berichtet, an der das GPHF-Minilab maßgeblich beteiligt war. Lesen Sie die vollständige Meldung:

Der Anti-Malaria-Wirkstoff Chloroquin wird zurzeit in Studien auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von COVID-19-Patienten getestet. Medikamentenfälscher nutzen die damit verbundenen Hoffnungen der Menschen aus und bringen Chloroquin-Fälschungen in Afrika auf den Markt. Um Profit zu machen, riskieren sie Menschenleben. Difäm-Partner in Afrika deckten Fälschungen auf und meldeten sie an die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Weltweit wird mit Hochdruck an Therapieoptionen zur Behandlung von COVID-19 geforscht. Unter den untersuchten pharmazeutischen Wirkstoffen ist auch Chloroquin, ein insbesondere in Afrika sehr bekanntes Mittel, das über viele Jahre für die Behandlung der Malaria eingesetzt wurde und auch in Deutschland für bestimmte Autoimmunerkrankungen zugelassen ist.

Seitdem die Medien über eine potentielle Wirksamkeit von (Hydroxy)-Chloroquin bei COVID-19 berichten, spekulieren Fälscher auf eine starke Nachfrage und steigende Preise für Chloroquin. Auf dem afrikanischen Markt tauchen seit März Chloroquinpräparate auf, die keinen oder nur wenig Wirkstoff enthalten, aber zu hohen Preisen verkauft werden. „Die Fälscher“, so äußert sich Difäm-Direktorin Dr. Gisela Schneider besorgt, „setzen bewusst das Leben von Menschen aufs Spiel. Sie spekulieren auf Profit, indem sie versuchen, dieses Medikament an COVID-19-Patienten zu verkaufen, ohne dass ein Nachweis seiner Wirksamkeit erbracht wurde. Hier wird Vertrauen zerstört, mit dem Leben gespielt und daneben entsteht für die Patienten ein hoher wirtschaftlicher Schaden.“

Das Difäm arbeitet mit einem Netzwerk aus 15 Partnern in 12 Ländern, die mit Minilaboren (GPHF-Minilab®) Medikamente auf ihre Qualität untersuchen. In Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo haben Difäm-Partner bislang fünf gefälschte Chloroquinpräparate ausfindig gemacht. Erste Hinweise auf ein „Fake“ gaben Rechtschreibfehler auf den Etiketten der betreffenden Packungen. Die Analyse der Präparate mit dem Minilab zeigte dann, dass kein Wirkstoff enthalten war. Christine Häfele-Abah, Leiterin der Abteilung für Pharmazeutische Entwicklungszusammenarbeit des Difäm, wertet dies als einen großen Erfolg. „Unsere Partner werden seit Jahren in der Testung von Medikamenten geschult und konnten jetzt sofort handeln. Das hilft, großen gesundheitlichen Schaden zu vermeiden,“ so die Apothekerin.

Die Difäm-Partner meldeten die Fälschungen an die WHO. Die WHO reagierte mit einer Warnmeldung an alle Mitgliedsstaaten und veröffentlichte Fotos der identifizierten Chloroquin-Fälschungen. So können die Fälschungen vielerorts vom Markt genommen werden und Menschenleben gerettet werden.

Die Warnmeldung der WHO finden Sie hier.


24.03.2020

Neue Studie zeigt: Gefälschte Arzneimittel weltweit im Handel

Ein jetzt vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgestellter Bericht zeigt, dass gefälschte Arzneimittel mittlerweile weltweit im Handel sind, dass der Markt der Fälschungen Milliarden Euro umfasst, dass Antibiotika, Lifestyle-Medikamente und Schmerzmittel besonders betroffen sind und dass die Fälschungen vor allem aus China und Indien stammen. Weitere Informationen zu dem Bericht finden Sie hier.


03.03.2020

GPHF-Minilab® in Nigeria präsentiert

Im Rahmen der 3. Jahrestagung des African Medical Quality Forum (AMQF), die im Februar in Abuja in Nigeria stattfand, wurde auch das GPHF-Minilab präsentiert. Das mobile Labor des GPHF wurde ausgestellt und seine Erfolge bei der Entdeckung gefälschter Medikamente im Rahmen von Fallstudien u.a. durch Professor Lutz Heide, Universität Tübrngen, vorgestellt. Das AMQF ist ein Expertengremium der nationalen Arzneimittelkontrolleinrichtungen der afrikanischen Staaten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung stand die Bekämpfung gefälschter bzw. qualitativ minderwertiger Arzneimittel.


Präsentation des GPHF-Minilabs im Rahmen des African Medical Quality Forums.


18.02.2020

Neues GPHF-Maunal jetzt auch in französischer Version

Nach der englischen Version liegt das neue Handbuch zum GPHF-Minilab® jetzt auch in französischer Fassung vor. Auf über 400 Seiten werden alle 100 Testmethoden des mobilen Labors zur Identifikation gefälschter Arzneimittel ausführlich in Wort und Bild vorgestellt. Eine Demoversion des französischen Manuals und Informationen zum Bezug finden Sie hier.


22.01.2020

Afrikanische Regierungen sagen Handel mit gefälschten Medikamenten Kampf an

Die Regierungschefs von sieben afrikanischen Staaten haben in Lomé in Togo die Lomé Initiative unterzeichnet, die dem Handel mit gefälschten Arzneimitteln auf dem Kontinent den Kampf ansagt. Weitere Informationen finden Sie hier.


17.01.2020

Minilab-Spende für die Mongolei

Erstmals wurde jetzt ein GPHF-Minilab® an die Gesundheitsbehörden der Mongolei übergeben. Das mobile Labor zur Identifikation gefälschter Arzneimittel ist eine Spende der Merck KGaA und wurde im Rahmen eines Pressetermins in der Hauptstadt Ulaanbaatar überreicht. Das Foto zeigt Amar Bazarragchaa, General Director of the Mongolian Government Regulatory Agency for Specialized Inspection (rechts), der das Labor vor den Augen der Pressevertreter begutachtet.


26.11.2019

2. Fight the Fakes-Aktionswoche

Vom 2. bis zum 8. Dezember 2019 werden die internationalen Partner der Fight the Fakes-Initiative, darunter auch der Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF), wieder weltweit und mit vielfältigen Aktivitäten auf die Gefahren durch gefälschte Medikamente aufmerksam machen. Die Aktionen, die sich vor allem der Social Media-Kanäle bedienen, stehen unter dem Motto „BE AWARE, SPEAK UP, FIGHT THE FAKES.“

Die Fight the Fakes-Initiative wurde 2013 ins Leben gerufen und wird mittlerweile von 37 Partnern unterstützt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit weltweit über die Gesundheitsgefahren aufzuklären, die durch gefälschte Arzneimittel entstehen. Weitere Informationen finden Sie hier.


Eine der Social Media Cards der Fight the Fakes-Aktionswoche 2019.


24.10.2019

GPHF-Minilab® entdeckt erneut gefälschte Arzneimittel

Mit dem GPHF-Minilab wurden jetzt erneut gefälschte Arzneimittel entdeckt. Aufgespürt wurden die Fälschungen im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik im Rahmen von Routinekontrollen. Betroffen waren Anti-Malaria-Präparate. Weitere Informationen finden Sie hier.


01.10.2019

GPHF-Minilab®: Manual und weitere Testmethoden setzten neuen Standard

Der GPHF hat seine Manuals zum GPHF-Minilab® inhaltlich komplett überarbeitet und erstmals in einem einzigen, jetzt 450 Seiten umfassenden Band zusammengefasst. Gleichzeitig hat er zehn neue Arzneimittelwirkstoffe in die Methodik integriert, so dass das mobile Testlabor zur Identifikation gefälschter Arzneimittel nun für genau 100 wichtige und weit verbreitete Arzneimittelwirkstoffe zur Verfügung steht. Das neue Manual, das alle 100 Testprotokolle enthält,  wird zukünftig mit jeder Minilab-Bestellung ausgeliefert, kann aber auch gesondert zu einem Vorzugspreis bezogen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.


Das neue Manual zum GPHF-Minilab.


15.04.2019

Minilab deckt erneut Fälschungen auf

Mit dem GPHF-Minilab® wurden jetzt erneut gefälschte Arzneimittel entlarvt. In Kamerun konnten lokale Gesundheitsorganisationen mit Hilfe des mobilen Testlabors Blutdruckmedikamente identifizieren, deren angeblicher Wirkstoff nicht vorhanden war. Die zuständigen Behörden wurden daraufhin umgehend unterrichtet und veröffentlichten entsprechende Warnungen. Weitere Informationen finden Sie hier.


Gefälschte Medikamente, die in Kamerun entdeckt wurden. Foto: Universität Tübingen


15.02.2019

Online-Präsentation des GPHF-Minilab am 20. Februar 2019

Vom 19. bis zum 22. Februar lädt die International Pharmaceutical Student Federation (IPSF) jeweils zu einem Webinar zum Thema gefälschte und qualitativ minderwertige Arzneimittel ein. Im Mittelpunkt der zweiten Veranstaltung am 20. Februar wird das GPHF-Minilab stehen.

Die vier Online-Präsentationen richten sich vor allem an Studenten der Fachrichtungen Pharmazie, Human-, Zahn- und Veterinärmedizin und wurden von der IPSF gemeinsam mit Partnern der internationalen Fight the Fakes-Kampagne entwickelt. Neben dem GPHF ist z.B. auch die International Pharmaceutical Federation (FIP) in das Projekt involviert.

Hier kann man sich für die Veranstaltungen registrieren: http://bit.ly/2Goiack.


08.01.2019

Nigeria: Fälscherwerkstatt ausgehoben

Noch kurz vor dem Jahreswechsel wurde in der Nähe der nigerianischen Hafenstadt Lagos  ein Produktionsort für gefälschte Arzneimittel entdeckt und von den Behörden geschlossen. Vielleicht ein gutes Omen, dass der Kampf gegen die kriminellen Machenschaften der Arzneimittelfälscher auch im neuen Jahr zu Erfolgen führen wird. Weitere Informationen finden Sie hier.


27.11.2018

Fight the Fakes: Aktionswoche

Vom 3. bis zum 9. Dezember 2018 initiiert die Fight the Fakes-Kampagne erstmals eine internationale Aktionswoche speziell zum Thema Arzneimittelfälschungen. Im Mittelpunkt stehen dabei Social Media-Aktivitäten, die weltweit das Bewusstsein für die Gefahren gefälschter Medikamente schärfen sollen. Die Fight the Fakes-Kampagne wird mittlerweile von 37 Organisationen getragen, darunter auch der Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF). Weitere Informationen finden Sie hier.


13.11.2018

Greater Mekong Subregion: Kampf gegen Arzneimittelfälschungen

Im Rahmen einer Konferenz in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh haben die Anrainerstaaten des Mekong jetzt eine Intensivierung ihres gemeinsamen Kampfes gegen gefälschte und qualitativ minderwertige Arzneimittel angekündigt. Nach Erkenntnissen von Experten gelten in Südostasien zum Beispiel 30 Prozent aller Medikamente, die zur Behandlung der Malaria angeboten werden, als nicht dem Standard entsprechend.

In der Region befinden sich auch bereits rund 150 GPHF-Minilabs im Einsatz, die einen wichtigen Beitrag zur Überwachung der Qualität der vor Ort angebotenen Arzneimittel leisten. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 wird der GPHF in der Region weitere Trainings zum Einsatz des mobilen Labors durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.


08.10.2018

Appell für mehr Qualität in der Versorgung mit Arzneimitteln

Mit einem eindringlichen Appell für das Recht jedes Menschen auf eine qualitativ einwandfreie Versorgung mit Arzneimitteln und Medizinprodukten ist die Konferenz „Medicine Quality & Public Health“, die vom 23. bis zum 28. September in Oxford/Großbritannien stattfand, zu Ende gegangen. Erst Ende vergangenen Jahres hat die Weltgesundheitsorganisation mitgeteilt, dass in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen jedes zehnte Arzneimittel bzw. Medizinprodukt von schlechter Qualität oder sogar gefälscht sei. In einem Abschlusskommuniqué forderten die Konferenzteilnehmer konkrete Maßnahmen, diesem Missstand wirksam zu begegnen.

Dr. Richard Jähnke repräsentierte den Global Pharma Health Fund (GPHF) auf der Konferenz, an der rund 200 Experten aus fünfzig Ländern teilnahmen. Vielfach wurde dabei auch das GPHF-Minilab® als wichtiger Beitrag zur Bekämpfung gefälschter Arzneimittel und einer Verbesserung der Arzneimittelqualität gelobt. Weitere Informationen finden Sie hier.


Prof. Dr. Moji Christianah Adeyeye, Generaldirektorin der nigerianischen Arzneimittelzulassungsbehörde und Dr. Richard Jähnke vom GPHF in Oxford.


29.08.2018

GPHF beteiligt sich an internationalem Kongress

Der GPHF wird sich im September an dem internationalen Kongress „Medicine Quality in Public Health“ in Oxford/Großbritannien beteiligen. Für den GPHF wird Dr. Richard Jähnke das Minilab präsentieren und den Teilnehmern über die langjährigen Erfahrungen des GPHF bei der Bekämpfung gefälschter Arzneimittel berichten. Der Kongress findet von 23. bis zum 28. September an der Universität Oxford statt und wird u.a. von der Weltgesundheitsorganisation sowie der Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt. Nähere Informationen finden Sie hier.


28.08.2018

Difäm würdigt Minilab des GPHF

Im Rahmen ihres aktuellen Jahresberichts würdigt das Deutsche Institut für ärztliche Mission e. V. (Difäm) auch die Arbeit mit dem GPHF-Minilab®.  Mit dem mobilen Kompaktlabor des GPHF hat das Difäm im Rahmen seiner pharmazeutischen Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren ein Netzwerk zur Arzneimittelkontrolle aufgebaut, dem in elf Ländern Afrikas mittlerweile 17 Partner angehören. Das Difäm berichtet, dass von insgesamt 1.032 Proben, die im vergangenen Jahr mit dem Minilab untersucht wurden, sieben eindeutig als Fälschung bestätigt wurden. Sie enthielten so gut wie keinen Arzneimittelwirkstoff. In zwei Fällen führte dies sogar zu einer internationalen Warnmeldung der Weltgesundheitsorganisation.


18.05.2018

Tausende gefälschte Malariatabletten entdeckt

Erneut hat das GPHF-Minilab® seinen Wert für eine sichere und qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung demonstriert. In Kamerun wurden jetzt mit Hilfe des mobilen Kompaktlabors des GPHF in einem Krankenhaus 60.000 gefälschte Malariatabletten entdeckt. Die Tabletten enthielten nur 2,6 Prozent des deklarierten Wirkstoffs und wären im Bedarfsfall völlig wirkungslos. Weitere Informationen finden Sie hier.  


Gefälschte Malariatabletten, die in Kamerun entdeckt wurden und nur 2,6 Prozent des deklarierten Wirkstoffs enthalten. (Foto: DIFAEM)


15.03.2018

GPHF mit neuer Führungsspitze

Der Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF) hat im Rahmen seiner diesjährigen Mitgliederversammlung eine neue Führungsspitze gewählt. Als neuer Vorsitzender amtiert nun Dr. Johanns Waltz, Stv. Vorsitzende ist Dr. Jutta Reinhard-Rupp. Die bisherige Vorsitzende Friederike Segeberg und ihr Stellvertreter Frank Gotthardt stellten sich nach Ablauf ihrer Wahlperiode nicht wieder zur Wahl. Schatzmeisterin des Vereins ist weiterhin Doris Maier.

Die Mitglieder des GPHF konnten im Übrigen eine erfolgreiche Projektarbeit des Vereins bilanzieren. 2017 wurden insgesamt weitere 41 GPHF-Minilabs ausgeliefert und auch die Erweiterung der Testmethodik des mobilen Labors zur Identifikation gefälschter Arzneimittel verlief planmäßig. Weltweit befinden sich nun bereits 836 Laboreinheiten im Einsatz und die Analytik steht für 90 wichtige und weit verbreitete Arzneimittelwirkstoffe zur Verfügung.


12.02.2018

Fünf weitere Testmethoden für GPHF-Minilab®

Mit dem GPHF-Minilab® können ab sofort bereits 90 Einzelwirkstoffe und ihre gängigen Mehrfachkombinationen identifiziert und analysiert werden. Neu in die Testmethodik aufgenommen wurden jetzt die Analgetika Diclofenac, Mefenaminsäure und Naproxen sowie die Antiallergika Chlorphenamin und Cetirizin. Da alle fünf Wirkstoffe weltweit stark verbreitet sind, erhöhen sich die Einsatzmöglichkeiten des Kompaktlabors damit nachhaltig. Ein  neuer Ergänzungsband zum Minilab-Manual liegt ebenfalls vor und steht wie gewohnt in den Sprachversionen Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung. Demoversionen des Ergänzungsbands sowie eine Komplettübersicht über alle Wirkstoffe, die mit dem Minilab untersucht werden können, finden Sie auf dieser Website im Kapitel "Das GPHF-Minilab".


24.01.2018

Erneut gefälschtes Antibiotikum entdeckt

Mit Hilfe des GPHF-Minilab® wurde jetzt erneut ein gefälschtes Antibiotikum entdeckt. Es handelt sich um Tabletten, die nur einen Bruchteil der angegeben Wirkstoffmenge enthalten und damit völlig wirkungslos sind. Weitere Informationen zu dem Fall aus der Demokratischen Republik Kongo finden Sie hier.


Gefälschtes Antibiotikum, das in der Demokratischen Republik Kongo entdeckt wurde. (Foto: DIFÄM)


22.01.2018

Reportage über Dr. Jähnke und das GPHF-Minilab®

In der internationalen Fachzeitschrift The Analytical Scientist ist jetzt eine große Reportage über GPHF-Projektleiter Dr. Richard Jähnke und seine Arbeit mit dem GPHF-Minilab® erschienen. Hintergrund ist die Auszeichnung von Dr. Jähnke mit dem Humanity in Science Award im vergangenen Jahr. Die Reportage finden Sie hier.


Seite zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | Seite vor