Aktuelle Meldungen

28.11.2022

Fight The Fakes-Aktionswoche 2022

Bereits zum fünften Mal findet vom 5. bis zum 11. Dezember die internationale Aktionswoche der Initiative Fight The Fakes statt. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Keeping Patents Safe By Securing The Global Medicines Supply Chain“ und zielt darauf, die Bedeutung einer sicheren und zuverlässigen Lieferkette für die globale Arzneimittelversorgung und die Sicherheit der Patienten deutlich zu machen.

Die initiative Fight The Fakes ist ein Zusammenschluss internationaler Organisationen und wird auch vom Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF) unterstützt. Ziel ist es, weltweit auf die Gesundheitsgefahren durch qualitativ minderwertige und gefälschte Arzneimittel aufmerksam zu machen und Menschen vor den damit verbundenen Gefährdungen ihrer Gesundheit zu schützen.

Weitere Informationen zur diesjährigen Aktionswoche finden Sie hier:
https://fightthefakes.org/week/5th-fight-the-fakes-week/


08.08.2022

Das GPHF-Minilab® in der Praxis – Eine systematische Beobachtung

Unter dem Titel „Surveillance for substandard and falsifed medicines by local faith-based organizations in 13 low- and middle-income countries using the GPHF Minilab“ wurde jetzt eine Studie veröffentlicht, die erstmals den Einsatz des mobilen Testlabors zur Identifikation gefälschter und qualitativ minderwertiger Arzneimittel in größeren geografischen Zusammenhängen - dreizehn Länder auf zwei Kontinenten – und über einen längeren  Zeitraum – zwei Jahre – dokumentiert, analysiert und bewertet. Das Kompaktlabor erweist sich dabei als zuverlässige, effektive und kostengünstige Methode, die Arzneimittelqualität vor Ort zu kontrollieren. Den 13-seitigen Report der Studie finden Sie hier.


26.07.2022

INTERPOL beschlagnahmt illegale Arzneimittel im Wert von 11 Millionen USD

Das Internet ist voll von Werbung für Arzneimittel, die in sozialen Netzwerken oder auf anderen Websites veröffentlicht wird. Doch hinter den verlockenden Angeboten verbergen sich oft betrügerische Produkte, die die Gesundheit der Verbraucher gefährden, anstatt sie zu fördern.

Der weltweite Handel mit illegalen Arzneimitteln ist ein riesiges und lukratives Geschäft - mit einem geschätzten Volumen von über 4 Milliarden US-Dollar -, in das organisierte Verbrecherbanden auf der ganzen Welt verwickelt sind.

Innerhalb von nur einer Woche (23.-30. Juni) haben 94 INTERPOL-Mitgliedsländer aus allen Kontinenten jetzt im Rahmen der Operation Pangea XV eine koordinierte Razzia gegen illegale Online-Apotheken durchgeführt. Weltweit beschlagnahmten die Strafverfolgungsbehörden mehr als 7.800 illegale und mit gefälschten Labeln versehene Arzneimittel und Gesundheitsprodukte, insgesamt mehr als 3 Millionen. Weitere Informationen und viele Fotos der Operation finden Sie hier.


Von den Strafverfolgungsbehörden in Panama entdeckte illegale medizinische Produkte. (Bild: INTERPOL)


13.06.2022

Handbuch zum GPHF-Minilab®: Neue Übersetzungen

In den vergangenen Monaten wurde die Einsatzmöglichkeiten des GPHF-Minilabs durch die Einbeziehung von fünf Wirkstoffen zur Behandlung des Bluthochdrucks nochmals erweitert. Die Beschreibung der entsprechenden Methoden liegt – neben der englischen Übersetzung – nun auch in französischer und spanischer Sprache vor. Alle drei Sprachversionen stehen hier zum Download zur Verfügung.


01.04.2022

GPHF-Minilab®: Portfolio weiter ausgebaut

Fünf neue Wirkstoffe zur Behandlung des Bluthochdrucks wurden jetzt in das Portfolio des GPHF-Minilab aufgenommen. Dabei handelt es sich um Irbesartan, Losartan, Methyldopa, Telmisartan und Valsartan. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Gefälschte Herz-Kreislauf-Arzneimittel können daher ein ernstes Problem für die öffentliche Gesundheit darstellen, dem bisher jedoch nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Um die Qualitätsüberwachung von Herz-Kreislauf-Medikamenten in den Lieferketten von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC) zu unterstützen, wurden vierzehn Herz-Kreislauf-Medikamente in das Methodeninventar des Minilab aufgenommen. Insgesamt umfasst es nun 107 pharmazeutische Wirkstoffe.

Das Methodeninventar für die fünf neuen Antihypertensiva, einschließlich ihrer gängigen Fixkombinationen, steht ab sofort in englischer Sprache hier zum Download bereit. Übersetzungen ins Französische und Spanische sind in Vorbereitung.


10.03.2022

Polizeiaktion in Afrika: Erschreckendes Ausmaß illegaler Arzneimittel und Medizinprodukte

Eine pan-afrikanische Polizeiaktion, die von INTERPOL und AFRIPOL koordiniert wurde und sich auf insgesamt 20 Länder erstreckte, hat jetzt einmal mehr die erschreckende Verbreitung illegaler Arzneimittel und Medizinprodukte demonstriert. So wurden in den einzelnen Ländern innerhalb kurzer Zeit über 12 Millionen illegale Gesundheitsprodukte beschlagnahmt. Einen ausführlichen Bericht zu der Polizeiaktion finden Sie hier.


10.01.2022

Gefälschte Anti-Malaria-Medikamente entdeckt

Mit Hilfe des GPHF-Minilab® konnten in den vergangenen Monaten in Westafrika erneut gefälschte Ant-Malaria-Medikamente entdeckt werden, die keinerlei Wirkstoffe enthielten. Aufgespürt wurden die Fälschungen im Tschad, der Elfenbeinküste und in Mali im Rahmen von Untersuchungen der West African Health Organization (WAHO) und des Ecumencial Pharmaceutical Network (EPN), die sich dabei jeweils des Minilabs bedienten. Die Entdeckung des gefälschten Medikaments COMBIART führte zu einer offiziellen Warnung der Weltgesundheitsorganisation. Weitere Informationen finden Sie hier.


Die in Westafrika mit dem GPHF-Minilab® entdeckte Fälschung. (Bild: WHO HQ).


17.11.2021

4. Fight the Fakes-Aktionswoche

Vom 6. bis zum 12. Dezember 2021 werden die internationalen Partner der Fight the Fakes-Initiative, darunter auch der Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF), wieder weltweit und mit vielfältigen Aktivitäten auf die Gefahren durch gefälschte Medikamente aufmerksam machen.

Die Aktionen, die sich insbesondere der Social Media-Kanäle bedienen, stehen diesmal unter dem Motto „Health is not a hoax – Fight the Fakes“. Geplant sind u. a. Vorträge und Webinare, die sich etwa der Frage widmen, wie einer eventuellen Fälschung von COVID-19 Impfstoffen begegnet werden kann. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die Fight the Fakes-Initiative wurde 2013 ins Leben gerufen und wird von zahlreichen internationalen Partnern unterstützt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit weltweit über die Gesundheitsgefahren aufzuklären, die durch gefälschte Arzneimittel entstehen.


07.09.2021

Einsatzmöglichkeiten für GPHF-Minilab® werden nochmals erweitert

Vor dem Hintergrund der unvermindert hohen Gefahr, die gefälschte oder qualitativ minderwertige Arzneimittel für die Gesundheitsversorgung darstellen, hat der Vorstand des GPHF jetzt beschlossen, die Einsatzmöglichkeiten für das GPHF-Minilab® erneut auszubauen und Testmethoden für fünf weitere Arzneimittelwirkstoffe zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf Wirkstoffen, die weltweit zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden.

Es handelt sich um die Wirkstoffe Losartan und Telmisartan, die beide auf der Essential Drug List der Weltgesundheitsorganisation stehen. Dritter Kandidat ist der Wirkstoff Irbesartan, der u. a. im Leitfaden für die Beschaffung von Arzneimitteln aufgeführt ist, der von Management Sciences for Health (MSH) für multilaterale Arzneimittelversorger im Bereich International Public Health herausgegeben wird. Als sehr umsatzstarker Wirkstoff ergänzt Valsartan die Liste der drei Angiotensin-Rezeptorblocker. Fünfter Wirkstoff ist schließlich das klassische Antihypertensivum Methyldopa, Mittel der Wahl bei arteriellem Bluthochdruck in der Schwangerschaft und damit insbesondere für Mother, Newborn and Child Health (MNCH) Programme relevant.

Alle genannten Antihypertensiva werden häufig mit anderen Herz-Kreislauf-Medikamenten kombiniert, was eine zusätzliche Herausforderung bei der Methodenentwicklung darstellt. Die Methoden für die fünf Antihypertensiva, einschließlich ihrer gängigen Mehrfachkombinationen, sollen im Frühsommer 2022 zur Verfügung stehen. Ihre Entwicklung wird in den bewährten Händen von Dr. Richard Jähnke vom GPHF liegen.


09.06.2021

Qualität und Sicherheit von Arzneimitteln zur Behandlung von Patienten mit COVID-19

Der Kampf gegen minderwertige und gefälschte Arzneimittel, um die Qualität und Sicherheit von COVID-19-Behandlungsmedikamenten zu gewährleisten, ist die Aufgabe, die sich aktuell der United States Pharmacopeial (USP) Convention, der International Pharmacopeia der WHO, dem US Center for Disease Control (CDC) und der Projektarbeit des Global Pharma Health Fund (GPHF-Minilab®) stellt.

"Combating SF Medicines during the COVID-19 Pandemic" (Bekämpfung von SF-Medikamenten während der COVID-19-Pandemie) ist der Titel mehrerer Online-Workshops, die USP daher im Juni und Juli dieses Jahres für relevante Interessengruppen weltweit in verschiedenen Regionen anbietet.

Die kostenlosen Workshops informieren über die verschiedenen "Analytical Tools", die Aufsichtsbehörden, Qualitätskontrolllaboren oder auch Herstellern bei der Sicherung der Qualität und der Verringerung von Risiken im Zusammenhang mit Arzneimitteln wie Remdesivir, Dexamethason und Favipiravir, die bei der Behandlung von COVID-19 eingesetzt werden, aktuell zur Verfügung stehen. Einen Link zur Registrierung für den nächsten Workshop am 16. Juni finden Sie hier.

Die Methoden von USP zur Unterstützung bei der Erkennung von gefälschtem Remdesivir können hier kostenlos abgerufen werden. Den kostenlosen Zugang zum neuen GPHF-Minilab Screening-Tool für Dexamethason-Tabletten und -Injektionen finden Sie ebenfalls über den vorherigen Link oder direkt hier.


20.04.2021

900. GPHF-Minilab® ausgeliefert

Für den GPHF ist es ein weiterer Meilenstein: Im vergangenen Monat wurde das 900. mobile Kompaktlabor zur Identifikation gefälschter Arzneimittel ausgeliefert und ist mittlerweile wohlbehalten an seinem Bestimmungsort, dem nationalen Kontrolllabor der Gesundheitsbehörden in der Demokratischen Republik Kongo, eingetroffen. Finanziert wurde das Labor von der United States Pharmacopoeia (USP) und der US Agency for International Development (USAID) als Teil des Promoting the Quality of Medicines Program (PQM+).

Erfreuliche Nachrichten erreichten den GPHF jetzt auch aus Westafrika, wo die West African Health Organization (WAHO) im Rahmen einer internationalen Studie in insgesamt 17 Ländern in Kürze weitere 19 Minilabs des GPHF zum Einsatz bringen wird.


Über 900 Minilabs des GPHF sind mittlerweile weltweit im Einsatz, davon mehr als die Hälfte alleine auf dem afrikanischen Kontinent.


06.04.2021

Kamerun: Apotheker diskutierten auch über Arzneimittelfälschungen


Vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie disuktierten Kameruns Apotheker u.a. über die Fälschungen des Wirkstoffs Chloroquiun, die auch mit dem GPHF-Minilab entdeckt wurden.


22.02.2021

GPHF erweitert Minilab-Portfolio um Dexamethason

Schnell hat der GPHF auf die Herausforderungen der COVID-19 Pandemie reagiert und für den Wirkstoff Dexamethason eine Testmethode im Rahmen seines Minilab-Projektes entwickelt. Mit ihr können sowohl Tabletten als auch Injektionslösungen untersucht werden. Der schon lange bekannte Wirkstoff Dexamethason wird seit neuestem auch in der Intensivmedizin zur Behandlung von COVID-19 Patienten eingesetzt und gilt daher vielerorts als knappes und kostbares Gut.

Die Methode steht Ihnen in englischer oder französischer Sprachversion zum kostenlosen Download hier zur Verfügung.


12.02.2021

Gefälschte Impfstoffe

Das ARD-Wirtschaftsmagazin „plusminus“ hat in seiner Sendung vom 10. Februar über gefälschte und illegale Impfstoffe berichtet und wie Kriminelle vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der großen Nachfrage nach Impfstoff damit Geld verdienen. Hier können Sie den siebenminütigen Beitrag sehen:


28.01.2021

Auch 2020 zahlreiche Minilabs ausgeliefert

Trotz der Corona-Pandemie und aller damit verbundenen Einschränkungen konnte der GPHF gemeinsam mit seinem Distributionspartner Technologie Transfer Marburg (TTM) im vergangenen Jahr 29 weitere GPHF-Minilabs ausliefern, die vor allem auf dem afrikanischen Kontinent zum Einsatz kommen werden. Insgesamt befinden sich damit in 98 Ländern nun fast 900 mobile Laboreinheiten zur Entdeckung gefälschter Arzneimittel im Einsatz.

Abgeschlossen wurde 2020 auch die komplette Überarbeitung der Handbücher zur Nutzung des Minilabs. Die komplette Methodik für die Analyse von 100 wichtigen Arzneimittelwirkstoffen wurde erstmals in einem Band zusammengefasst, der in einer englischen, französischen und spanischen Sprachversion vorliegt. In der Fachöffentlichkeit ist der Concise Quality Control Guide on Essential Drugs and other Medicines bisher auf sehr positive Resonanz gestoßen.


28.01.2021

Echte COVID-19-Impfstoffe werden nicht von Amazon oder Alibaba kommen

von Dr. Richard Jähnke, Projektleiter GPHF-Minilab®, Global Pharma Health Fund e. V. (GPHF)

Die COVID-19-Pandemie hat überall tiefgreifende soziale, wirtschaftliche und geopolitische Auswirkungen. Vielfach schwache regulatorische Vorgaben, eine fehlende Überwachung nach dem Inverkehrbringen von Arzneimitteln und eine mangelhafte Durchsetzung von Arzneimittelvorschriften sind seit vielen Jahren Herausforderungen im Kampf gegen die organisierte Kriminalität im Arzneimittelbereich. Angesichts der derzeit begrenzten COVID-19-Impfstoffproduktion warten Milliarden von Menschen darauf, dass sie an der Reihe sind, einen COVID-19-Impfstoff zu erhalten, der jedoch noch Monate entfernt sein könnte.

Betrüger ködern ihre Opfer online, in E-Mails und auf Messaging-Apps mit der Behauptung, sie könnten den Impfstoff innerhalb weniger Tage für nur 150 US-Dollar liefern. Der Schwarzmarkt in Mexiko zeigt, wie schnell sich kriminelle Gruppen auf die steigende Nachfrage nach Corona-Behandlungen eingestellt haben. Ein gestohlener Grippeimpfstoff ist das neueste Medikament, das auf Lateinamerikas aufkeimendem Arzneimittel-Schwarzmarkt auftaucht und zeigt, wie kriminelle Banden zunehmend Artikel anbieten, von denen sie glauben, dass sie gegen COVID-19 helfen. Mexiko sagt, dass organisierte kriminelle Netzwerke Labore eingerichtet haben, um gefälschte COVID-19-Impfstoffe herzustellen und auch planen, während der Verteilung Nachschub zu stehlen. Die mexikanische Regierung hat versprochen, die Impfungen im ganzen Land mit seinen fast 129 Millionen Einwohnern kostenlos zur Verfügung zu stellen, aber da Gesetzlosigkeit und Frachtdiebstahl ein massives Problem im Land darstellen, scheint dieses Ziel zu einer großen Herausforderung zu werden. Tatsächlich könnte Mexiko zu einem Epizentrum für kriminelle Aktivitäten rund um COVID-19-Impfstoffe werden.

Letzten Monat hat Interpol eine "Orange Notice" an alle Polizeikräfte in seinen 194 Mitgliedsländern herausgegeben und sie gewarnt, sich auf Fälschungen, Diebstahl und illegale Werbung für Impfstoffe gegen COVID-19 und Grippe in diesem Winter und den Folgejahren vorzubereiten. Kriminelle Banden machen während der Pandemie Milliarden mit gefälschten medizinischen Produkten und Interpol hat davor gewarnt, dass sich auch spezialisierte Banden darauf vorbereiten, von der Markteinführung der COVID-19-Impfstoffe zu profitieren. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, entsteht ein Umfeld, in dem sich auch das Angebot minderwertiger und gefälschter Arzneimittel und Medizinprodukte vermehrt. Die Arzneimittelbehörde Myanmars hat die Öffentlichkeit vor sogenannten COVID-19-Impfstoffen gewarnt, die im Lande verkauft werden. Die Regierung sagte, dass sie Schritte unternimmt, um den Schmuggel und Verkauf von gefälschten Impfstoffen und anderen Arzneimitteln zu unterbinden. Auf Facebook verkaufen Händler COVID-19 Tests für 20.000 Kyat (US$15) und darüber hinaus COVID-19-Behandlungen, von denen Händler behaupten, dass sie in China hergestellt würden. COVID-Impfstoffe werden jedoch nicht über WeChat oder Alibaba verkauft.

Die neuen Impfstoffe müssen temperaturkontrolliert tiefgefroren bis zu -60°C gelagert und können nicht einfach per Post an Kunden verschickt werden. Sie sind nicht einmal über eine Apotheke oder ein Krankenhaus erhältlich. In den meisten Ländern werden sie nur über lizenzierte Impfstellen direkt verabreicht. Im Januar dieses Jahres startete MEDISAFE eine Aufklärungskampagne, um die Öffentlichkeit in Kenia über die Risiken von gefälschten COVID-19-Produkten zu informieren. Andere Länder in der Region werden folgen. Gefälschte Arzneimittel sind zumeist sehr schwer zu erkennen und können mit dem echten Produkt identisch erscheinen. Sie versagen jedoch bei der Behandlung und können in einigen Fällen zu schweren Erkrankungen oder zum Tod führen. Das könnte Impfgegnern falsche Argumente liefern.

Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, entsteht ein Umfeld, in dem minderwertige und gefälschte medizinische Produkte vermehrt auftreten. Während Verbraucher alle Quarantäneregelungen nachkommen und sich im E-Commerce mit Produkten eindecken, die angeblich der Vorbeugung und Heilung von COVID-19 dienen, treten schnell transnationale Netzwerke des organisierten Verbrechens auf den Plan, um die wachsende Nachfrage nach Arzneimitteln und Schutzausrüstungen mit Fälschungen zu bedienen.


03.12.2020

Fight the Fakes-Aktionswoche

Vom 7. bis zum 13. Dezember 2020 werden die internationalen Partner der Fight the Fakes-Initiative, darunter auch der Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF), wieder weltweit und mit vielfältigen Aktivitäten auf die Gefahren durch gefälschte Medikamente aufmerksam machen. Die Aktionen, die sich vor allem der Social Media-Kanäle bedienen, stehen unter dem Motto „LET’S FIGHT THE FAKES – THROUGH THE PANDEMIC AND BEYOND.“

Einer der Partner der Initiative, das King’s College London, wird aus diesem Anlass eine Webinar-Serie anbieten, die sich jeweils mit einem spezifischen Thema der globalen Fälschungsproblematik befassen wird.

Die Fight the Fakes-Initiative wurde 2013 ins Leben gerufen und wird von zahlreichen internationalen Partnern unterstützt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit weltweit über die Gesundheitsgefahren aufzuklären, die durch gefälschte Arzneimittel entstehen. Weitere Informationen finden Sie hier.


23.11.2020

Neues GPHF-Manual jetzt auch in spanischer Version

Nach der englischen und der französischen Version liegt das neue Handbuch zum GPHF-Minilab® jetzt auch in spanischer Fassung vor. Auf über 400 Seiten werden alle 100 Testmethoden des mobilen Labors zur Identifikation gefälschter Arzneimittel ausführlich in Wort und Bild vorgestellt. Eine Demoversion des spanischen Manuals und Informationen zum Bezug finden Sie hier.


22.04.2020

GPHF-Minilab® entdeckt Chloroquin-Fälschungen

„Kriminelle missbrauchen Hoffnung auf Heilmittel für COVID-19“, unter dieser Überschrift hat das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) unlängst über die Entdeckung von Chloroquin-Fälschungen in Afrika berichtet, an der das GPHF-Minilab maßgeblich beteiligt war. Lesen Sie die vollständige Meldung:

Der Anti-Malaria-Wirkstoff Chloroquin wird zurzeit in Studien auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von COVID-19-Patienten getestet. Medikamentenfälscher nutzen die damit verbundenen Hoffnungen der Menschen aus und bringen Chloroquin-Fälschungen in Afrika auf den Markt. Um Profit zu machen, riskieren sie Menschenleben. Difäm-Partner in Afrika deckten Fälschungen auf und meldeten sie an die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Weltweit wird mit Hochdruck an Therapieoptionen zur Behandlung von COVID-19 geforscht. Unter den untersuchten pharmazeutischen Wirkstoffen ist auch Chloroquin, ein insbesondere in Afrika sehr bekanntes Mittel, das über viele Jahre für die Behandlung der Malaria eingesetzt wurde und auch in Deutschland für bestimmte Autoimmunerkrankungen zugelassen ist.

Seitdem die Medien über eine potentielle Wirksamkeit von (Hydroxy)-Chloroquin bei COVID-19 berichten, spekulieren Fälscher auf eine starke Nachfrage und steigende Preise für Chloroquin. Auf dem afrikanischen Markt tauchen seit März Chloroquinpräparate auf, die keinen oder nur wenig Wirkstoff enthalten, aber zu hohen Preisen verkauft werden. „Die Fälscher“, so äußert sich Difäm-Direktorin Dr. Gisela Schneider besorgt, „setzen bewusst das Leben von Menschen aufs Spiel. Sie spekulieren auf Profit, indem sie versuchen, dieses Medikament an COVID-19-Patienten zu verkaufen, ohne dass ein Nachweis seiner Wirksamkeit erbracht wurde. Hier wird Vertrauen zerstört, mit dem Leben gespielt und daneben entsteht für die Patienten ein hoher wirtschaftlicher Schaden.“

Das Difäm arbeitet mit einem Netzwerk aus 15 Partnern in 12 Ländern, die mit Minilaboren (GPHF-Minilab®) Medikamente auf ihre Qualität untersuchen. In Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo haben Difäm-Partner bislang fünf gefälschte Chloroquinpräparate ausfindig gemacht. Erste Hinweise auf ein „Fake“ gaben Rechtschreibfehler auf den Etiketten der betreffenden Packungen. Die Analyse der Präparate mit dem Minilab zeigte dann, dass kein Wirkstoff enthalten war. Christine Häfele-Abah, Leiterin der Abteilung für Pharmazeutische Entwicklungszusammenarbeit des Difäm, wertet dies als einen großen Erfolg. „Unsere Partner werden seit Jahren in der Testung von Medikamenten geschult und konnten jetzt sofort handeln. Das hilft, großen gesundheitlichen Schaden zu vermeiden,“ so die Apothekerin.

Die Difäm-Partner meldeten die Fälschungen an die WHO. Die WHO reagierte mit einer Warnmeldung an alle Mitgliedsstaaten und veröffentlichte Fotos der identifizierten Chloroquin-Fälschungen. So können die Fälschungen vielerorts vom Markt genommen werden und Menschenleben gerettet werden.

Die Warnmeldung der WHO finden Sie hier.


24.03.2020

Neue Studie zeigt: Gefälschte Arzneimittel weltweit im Handel

Ein jetzt vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgestellter Bericht zeigt, dass gefälschte Arzneimittel mittlerweile weltweit im Handel sind, dass der Markt der Fälschungen Milliarden Euro umfasst, dass Antibiotika, Lifestyle-Medikamente und Schmerzmittel besonders betroffen sind und dass die Fälschungen vor allem aus China und Indien stammen. Weitere Informationen zu dem Bericht finden Sie hier.


03.03.2020

GPHF-Minilab® in Nigeria präsentiert

Im Rahmen der 3. Jahrestagung des African Medical Quality Forum (AMQF), die im Februar in Abuja in Nigeria stattfand, wurde auch das GPHF-Minilab präsentiert. Das mobile Labor des GPHF wurde ausgestellt und seine Erfolge bei der Entdeckung gefälschter Medikamente im Rahmen von Fallstudien u.a. durch Professor Lutz Heide, Universität Tübrngen, vorgestellt. Das AMQF ist ein Expertengremium der nationalen Arzneimittelkontrolleinrichtungen der afrikanischen Staaten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung stand die Bekämpfung gefälschter bzw. qualitativ minderwertiger Arzneimittel.


Präsentation des GPHF-Minilabs im Rahmen des African Medical Quality Forums.


18.02.2020

Neues GPHF-Maunal jetzt auch in französischer Version

Nach der englischen Version liegt das neue Handbuch zum GPHF-Minilab® jetzt auch in französischer Fassung vor. Auf über 400 Seiten werden alle 100 Testmethoden des mobilen Labors zur Identifikation gefälschter Arzneimittel ausführlich in Wort und Bild vorgestellt. Eine Demoversion des französischen Manuals und Informationen zum Bezug finden Sie hier.


22.01.2020

Afrikanische Regierungen sagen Handel mit gefälschten Medikamenten Kampf an

Die Regierungschefs von sieben afrikanischen Staaten haben in Lomé in Togo die Lomé Initiative unterzeichnet, die dem Handel mit gefälschten Arzneimitteln auf dem Kontinent den Kampf ansagt. Weitere Informationen finden Sie hier.


17.01.2020

Minilab-Spende für die Mongolei

Erstmals wurde jetzt ein GPHF-Minilab® an die Gesundheitsbehörden der Mongolei übergeben. Das mobile Labor zur Identifikation gefälschter Arzneimittel ist eine Spende der Merck KGaA und wurde im Rahmen eines Pressetermins in der Hauptstadt Ulaanbaatar überreicht. Das Foto zeigt Amar Bazarragchaa, General Director of the Mongolian Government Regulatory Agency for Specialized Inspection (rechts), der das Labor vor den Augen der Pressevertreter begutachtet.


26.11.2019

2. Fight the Fakes-Aktionswoche

Vom 2. bis zum 8. Dezember 2019 werden die internationalen Partner der Fight the Fakes-Initiative, darunter auch der Global Pharma Health Fund e.V. (GPHF), wieder weltweit und mit vielfältigen Aktivitäten auf die Gefahren durch gefälschte Medikamente aufmerksam machen. Die Aktionen, die sich vor allem der Social Media-Kanäle bedienen, stehen unter dem Motto „BE AWARE, SPEAK UP, FIGHT THE FAKES.“

Die Fight the Fakes-Initiative wurde 2013 ins Leben gerufen und wird mittlerweile von 37 Partnern unterstützt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit weltweit über die Gesundheitsgefahren aufzuklären, die durch gefälschte Arzneimittel entstehen. Weitere Informationen finden Sie hier.


Eine der Social Media Cards der Fight the Fakes-Aktionswoche 2019.


| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | Seite vor